Kitchen-Details

Es glänzt und funkelt in unserem DaHaM. Alles ist an seinem Platz und auch das saubere Geschirr, das sich oft neben der Spüle türmt, ist verräumt. Warum ich einen spontanen Frühjahrsputz hingelegt habe? Wir hatten heute Besuch von einem Fotografen, der unsere Küche für das Einrichtungshaus fotografiert hat. Und diese Gelegenheit – alles sauber und beide Kinder außer Haus –  habe auch ich genutzt, um ein paar Fotos von unserem Wohnraum, und speziell von der Küche, zu machen.

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Wir haben ein offen gestaltetes Wohnkonzept. Wenn man zur Haustür hereinkommt, fällt der Blick neben der markanten Sichtbetondecke meist gleich auf die dunkle Kochinsel. Sie grenzt die Küche vom Wohnraum ab und verbindet sie gleichzeitig miteinander. Mit 245 cm x 110 cm ist sie das Herzstück unserer Küche.

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Als wir mit der Planung des Hauses begonnen haben, war von Anfang an klar, dass wir eine große Kochinsel haben möchten. In den ersten Plänen hatte diese noch eine Länge von drei Metern und beherbergte neben dem Kochfeld auch noch die Spüle samt Geschirrspüler. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, dass eine Trennung der beiden Arbeitsbereiche für uns nur von Vorteil ist. Die Insel wurde kleiner und der gewonnene Raum rund herum dadurch größer. Außerdem gewannen wir so zwei großzügige, voneinander unabhängige Arbeitsflächen.

Die Frage der Farbe

Es stand auch relativ schnell fest, dass einer der beiden Bereiche dunkel und einer heller werden sollte. Wir stellten uns vor, dass die Kochinsel wie aus einem Guss aussehen sollte. Sprich: Korpus und Arbeitsplatte in möglichst ähnlichen Farbtönen. Dass dies nicht ganz so einfach zu realisieren war, mussten wir im Laufe der Zeit feststellen. Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass ich mir mit Entscheidungen nicht gerade leicht tue. Dann könnt ihr euch vorstellen, was für eine Challenge es für uns war, die Farben für unsere Küche zu definieren. Korpus, Fronten, Arbeitsplatte… alles wollte entschieden werden. Und wenn man dann noch den Anspruch hat, dass alles möglichst homogen aussehen soll und nicht zu viele verschiedene Materialien zum Einsatz kommen sollen, wird es nicht leichter. Bis die endgültige Farbauswahl getroffen war, benötigten wir unzählige Farbmuster und mehrere Besprechungen mit unserem Küchenplaner. Ein großes Dankeschön für deine Geduld an dieser Stelle 😉

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_MG_5218Auch, wenn man es auf den Fotos vielleicht nicht so gut erkennt: Die Hochschränke und Unterschränke bei der Spüle sind Hellgrau, genauer gesagt „Grauweiß“. Der Farbton unserer Kochinsel hat keinen Namen, den haben die Mitarbeiter des Einrichtungshauses nämlich eigens für uns zusammengemischt. Ich würde sagen es ist ein dunkleres Grau.

Wir haben uns für eine grifflose Küche entschieden. In erster Linie aus optischen Gründen. Aber auch, weil es einfach praktisch ist. Wer eine Küche mit Griffen hat und diese mehrmals im Jahr putzt, weiß, wovon ich spreche. Dank der Griffmulden berührt man beim Öffnen der Laden und der Schränke direkt die Küchenfront, die sich mit einem nassen Tuch problemlos reinigen lässt.

Die Lange Suche nach der idealen Arbeitsplatte

Über die Arbeitsplatte haben wir uns auch lange Gedanken gemacht. Wir wollten eigentlich immer einen Naturstein. Wegen der Natürlichkeit und weil er unempfindlich ist. Aber uns hat einfach keiner gefallen. Sogar bei einem großen Steinmetz in Italien haben wir Platten für Platten begutachtet und es war einfach nichts dabei. Zu gemustert, zu langweilig, zu bunt. Wir hatten uns schon für einen Kunststein, eine Silestone entschieden, als wir in einem Möbelgeschäft zufällig über einen braunen Granit gestolpert sind: COFFEE BRWON, in Leather Look, 20 mm stark. Wir wussten sofort, das ist der Stein für unsere Küche. Und er passte perfekt zu den dunklen Fronten.

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Keine Sekunde möchte ich unseren Granit missen, ich erfreue mich jeden Tag an ihm. Er sieht in jedem Licht anders aus, fühlt sich traumhaft an, kaschiert alle möglichen Flecken und ist einfach unglaublich robust. Ich dachte ich werde bestimmt immer Untersetzer verwenden und keine heißen Töpfe oder Bleche direkt auf die Arbeitsfläche stellen. Aber es ist so praktisch und manchmal hat man einfach keine Hand frei, um nach einem Schneidbrett zu suchen. Oder wenn vier Töpfe auf dem Herd köcheln und man einen beiseite schieben möchte, weil man einen fünften braucht. Alles kein Problem und Dank des bündig eingesetzten Kochfelds noch einfacher.

_MG_5231_MG_5181This kitchen is for cooking

Induktionskochfeld sowie Einbaugeräte stammen von der Firma Siemens. Backofen und Dampfgarer aus der Studioline. Mindestens eines der beiden Geräte habe ich täglich in Gebrauch. Spätestens seit ich die Funktion der „Ende-Zeit“ entdeckt habe, mit der sich alle möglichen Gerichte problemlos im Vorhinein zubereiten lassen und zur gewünschten Zeit fertig sind.

Die Lade unterhalb des Dampfgarers ist eine reine Stauraum-Schublade. Die perfekte Lösung, wenn man den Höhenunterschied der beiden Einbaugeräte ausgleichen möchte, aber keine Wärmeschublade zum Tellerwärmen benötigt. Das mache ich entweder im Backofen, wenn dieser gerade verwendet wird, oder sonst ganz einfach mit einem Kochtopf über Dampf.

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Den Holzboden haben wir im gesamten Erdgeschoß, mit Ausnahme des unmittelbaren Eingangbereiches, durchgezogen. Aus dem einfachen Grund, dass wir und für keine Trennung zwischen Holzboden und Fliesen entscheiden konnten – und wollten. Da die Kochinsel über die „Küchennische“ (kann man das so nennen?)  hinaussteht, gab es einfach keine schöne Lösung für eine Trennung. Und wir sind froh darüber.

Der Holzboden ist so fein, dass wir alle keine Hausschuhe mehr tragen, und pflegeleicht obendrein. Noch bevor wir eingezogen sind, ist eine komplette Erdbeer-Topfen-Sahnetorte kopfüber auf dem Boden gelandet, vielleicht kann sich noch jemand erinnern. Eine feuchte Küchenrolle war alles, was notwendig war, um den Boden sauber zu bekommen. Damit aber nicht jeder Spritzer auf dem Weg von der Spüle  oder vom Dampfgarer zur Kochinsel gleich aufgewischt werden muss, haben wir uns für einen Teppich entschieden. Er ist nicht nur schön und passt ideal zur Küche, er macht auch das lange Stehen viel angenehmer.

mg_5225.jpgUnd weil ich ja ein kleiner Monk bin, gibt es noch einen Einblick in meine heißgeliebten Laden. LEGRABOX nennt sich diese formschöne Innenausstattung. Dank der vielen, individuell verstellbaren Unterteilungen hat alles seinen Platz. Außer, wenn der Mann den Geschirrspüler ausräumt 😉 Dass das Innenleben der Laden farblich zur Kochinsel passt, ist ein glücklicher Zufall.

Die wichtigsten Eckdaten und Herstellerinfos:

Küche: Ewe Küchen, Einrichtungshaus Möbel Zimmermann
Küchengeräte: Siemens Studioline 
Boden: Landhausdiele Eiche weiß geölt, Admonter 
Teppich: Tisca 
Keramikdosen: Räder Design
Messerblock: WMF 

Wenn euch meine erste Roomtour gefallen hat, freue ich mich über euer Feedback! Sollten noch Fragen offen sein, beantworte ich diese natürlich auch gerne.

Bis bald, liebe Grüße und gute Nacht,
Daniela

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7 Kommentare zu „Kitchen-Details

  1. Super Beitrag ihr hab wirklich ein wunderschönes Haus.
    Wir sind auch gerade beim Hausplanen – wie viel m² habt ihr gebaut?
    Die Tour durch euer Reich war super 🙂

    Liebe Grüße
    Denise

    1. Hallo Denise!

      Bitte entschuldige die späte Antwort…! Vielen Dank für deine lieben Worte, es freut mich sehr, wenn es dir gefallen hat. Unser Haus ist etwas unkonventionell gebaut, denn wir wohnen im Erdgeschoß und schlafen im Untergeschoß. Das Obergeschoß ist eine offene Galerie, die den Wohnraum erweitert. Daher tue ich mir sehr schwer mit Quadratmeter-Angaben.

      Viel Erfolg und Spaß beim Hausplanen! Ich finde das ist eine ganz besondere, spannende Zeit! Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

      Liebe Grüße,
      Daniela

  2. Hi 🙂
    tolle Küche und generell tolles Haus. Mir gefällt euer Stil richtig gut. Habe gelesen, dass Ihr einen Holzboden habt. Wie kinderfreundlich ist euer Holzboden und würdet ihr euch wieder für einen entscheiden?! 🙂
    Mein Freund und ich stecken gerade in der Planung und schwanken noch zwischen Holzboden und Fliesen mit Holzoptik.

    Liebe Grüße, Steffi

    1. Hallo Steffi! Danke für die lieben Worte! Wir würden uns jederzeit wieder für den Holzboden entscheiden, die Wohnqualität ist einfach unvergleichlich. Er ist natürlich empflindlich für Macken. Schmutz etc. lässt sich aber superleicht mit Wasser entfernen. Hatten schon alles, von Marmelade über Filzstift und Erdbeertorte 😉 Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne nochmal schreiben! lg Dani

      1. Sehr schön, danke 😊
        bin schon gespannt auf weitere DaHaM Beiträge 😊
        lg Steffi

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