Kärntner Nudel: A Diandle, dos nit krendln konn…

…kregt kann Monn! Und damit es euch nicht so ergeht, hab ich hier das Rezept für die „Kärntner Nudel“ für euch 😉  Zunächst müsst ihr wissen, dass es nicht das eine, ultimative Rezept für die „Kasnudeln“ gibt. Die werden nämlich in jedem Tal, manchmal sogar in jedem Haus, etwas anders gemacht. Denn wenn man sie selbst macht, kann man sie genau so abschmecken, wie man sie selbst am liebsten isst.

Bei uns im Gailtal werden die Kärntner Nudeln, meines Wissens nach, zu gleichen Teilen mit Kartoffeln und Topfen gefüllt. Anderswo gibt es sie nur mit Kartoffeln oder auch nur mit Topfen. Mit der gemischten Fülle hab ich sie am liebsten und so hat sie auch meine Mama immer gemacht. Vom Prinzip her ähneln sie den italienischen Ravioli: Nudelteig und Fülle. Serviert werden sie traditionell mit heißem Butterschmalz und Krautsalat.

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Mit den Mengenangaben tue ich mir ein bisschen schwer, da ich sie erstens nach Gefühl mache und zweitens immer gleich eine größere Menge,  als Vorrat zum Einfrieren. Aber ich versuche es als einfaches Rezept herunter zu brechen. Mengenangaben sind  alle circa. Am besten eine kleine Menge mischen und abschmecken, in welchem Verhältnis es am besten schmeckt – auch bzgl. Kräuter.

Kärntner Nudel

ergibt ca. 35-40 Nudeln

Für die Fülle:

1 kg Kartoffeln (weichkochend)
700-800 g Topfen
Grüne Minze
fein gehackte Zwiebel
Knoblauch
Salz, Pfeffer

Grundrezept für den Teig:

500 g Weizenmehl
1/8 – 1/4 l lauwarmes Wasser
1 Schuss Öl
Salz

Kartoffeln klein schneiden und weich kochen, mit der Kartoffelpresse zerdrücken und mit Topfen, Kräutern und Gewürzen vermischen. 

Mehl, Salz und einen Schuss Öl in eine Schüssel geben und Wasser unter ständigem Rühren einfließen lassen.  So lange kneten lassen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der noch leicht an den Fingern kleben bleibt.

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Nun den Teig (nicht zu dünn) ausrollen und mit einer runden Form ausstechen. Dazu eignen sich Glasschalen, Gläser oder, wie bei mir, ein Plastikbecher (siehe Foto oben), bei dem der dicke Rand abgeschnitten wird, damit eine scharfe Kante entsteht.

1-2 Esslöffel von der Fülle auf den Teigkreisen verteilen, leicht festdrücken und einmal umschlagen – sodass ein Halbmond entsteht. Nun die Teigenden fest aufeinander drücken und gut verschließen. Dabei darauf achten, dass keine Fülle dazwischen ist! Nun kommt das berühmte „Krendeln„, von dem ich gerade nicht weiß, wie ich es mit Worten erklären soll. Aber ich versuche es: Vom Prinzip her dreht man die Teigenden mit Daumen und Zeigefinger wie zu einer Kordel zusammen.

Wichtig ist einfach, dass die Kärntner Nudel gut verschlossen werden. Wie es am Ende aussieht, ist nebensächlich und einfach Übungssache. Immer genug Mehl verwenden, da der Teig klebt und die fertigen Nudeln dadurch leicht aufreißen können.

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Die fertigen Kärntner Nudel ca. 8-10 min im Salzwasser kochen (darauf achten, dass sie nicht am Boden anpicken). Alternativ 10 min im Dampfgarer. Das ist die sicherere Variante, falls die Nudeln nicht optimal verschlossen sind.

Abschließend 2-3 Stück (je nach Größe) auf einem Teller anrichten, mit Butterschmalz und ev. mit geriebenem Käse oder Schnittlauch servieren. Dazu passt ein grüner Salat. Vom fertigen Gericht gibt es leider kein Foto, da ich das Mittagessen auf den Tisch bringen wollte, solange es warm ist  😉

Wie oben bereits erwähnt, mache ich immer eine größere Menge auf Vorrat. Dabei scheiden sich die Geister, wie man die Kärntner Nudel einfrieren soll: im Rohzustand oder blanchiert. Ich habe heute beides ausprobiert und bin schon gespannt, was besser funktioniert.

Gutes Gelingen und Mahlzeit!
Eure Dani

2 Kommentare zu „Kärntner Nudel: A Diandle, dos nit krendln konn…

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